Archiv für den Monat: Januar 2015

Peter Haßlacher

Peter Hasslacher, Vorsitzender CIPRA Österreich

Solange die Länder, Kantone, Provinzen, Regionen, Departements des Alpenraumes das gegenseitige Wettrüsten um die Gäste mit immer größeren Seilbahnen, Zusammenschlüssen, Beschneiungsanlagen und Events ungebrochen vorantreiben und damit die Konkurrenz anheizen, wird es Fantastereien wie eben in den Kalkkögeln geben. Neu ist, dass nun auch Schutzgebiete dran glauben sollen.

Die Tiroler Ruhegebiete sind alpenweit bei Planung, Entstehen und in ihrer Aufgabe ein Unikat, ein Modellbespiel der Alpinen Raumordnung bei der Trennung von intensiv und extensiv genutzten Gebirgsräumen. Dieses Natur- und Kulturerbe, welches einst die Landeshauptleute Wallnöfer und Partl mit Regierungsbeschlüssen von Seilbahnen und Straßen freihielten, darf der heutigen Polit-Generation nicht „wurscht“ sein!

Die Kalkkögel haben wir nur einmal – Lifte, Gondeln, Stützen mehr als genug

Initiative Pro Kalkkögel: Genug ist genug!

Erste Bilder von der Pressekonferenz am 16.01.2015

Erste Bilder von der Pressekonferenz am 16.01.2015


Die überparteiliche Initiative Pro Kalkkögel startet für ihre Kampagne zum „unversehrten Erhalt des Ruhegebietes Kalkkögel“ mit einem emotionalen Video ins neue Jahr. Die Gruppe unterstreicht mit dem Kurzfilm ganz im Stil eines professionellen Kinospots, was sich laut Umfragen eine Mehrheit in Tirol denkt: Genug ist genug!

Der Spot zeigt einen aktuellen Blick in die Ist-Situation:

  • Die Alltagshektik, die uns heute – Jung und Alt, Einheimische und Gäste – mit Lärm, Stress,
  • Unruhe und sonstigen Belastungen umgibt;
  • den Druck, mit dem wir durch den Alltag und die Straßen hetzen;
  • das kurze Innehalten und den Ruf des Unterbewusstseins: Halt ein, denk nach!
  • die Sehnsucht nach Ruhe, Erholung, Regeneration;
  • den Blick auf die „Nordtiroler Dolomiten“ als eine der letzten unberührten und wilden
  • Gebirgsformationen in unmittelbarer Umgebung der Landeshauptstadt;
  • die Erleichterung, endlich etwas „Ruhe“ aufzusaugen, saubere Luft einzuatmen und
  • am Ende die berechtigte Sorge beim Schrei des Schauspielers Josef Holzknecht:

Gefahr im Verzug für den unversehrten Erhalt des Ruhegebietes Kalkkögel

Und in den Augen dieser Frauen und Männer ist zu lesen: Gibt es keinen Respekt mehr vor diesem Ruhegebiet; keinen Respekt mehr vor dem Willen und gesunden Hausverstand der Bevölkerung in den Gemeinden des Westlichen Mittelgebirges und des Stubaitales und keinen Respekt mehr vor einem „sorgsamen, sparsamen, rechtmäßigen und zweckgemäßen“ Umgang mit Steuergeldern und Tourismuszwangsbeiträgen“?

Unsere breit aufgestellte Initiative gibt mit dem Spot Genug ist Genug und dem Flyer Die Kalkkögel haben wir nur einmal – Lifte, Gondeln, Stützen mehr als genug allen eine lautstarke Stimme: „Die Kalkkögel sollen in Ihrer Schönheit und Wildheit als Erbe, Kultur- und Wirtschaftsgut gesamt und unversehrt erhalten bleiben und nachhaltig genutzt werden“. Spot und Flyer wurden aus dem privaten Mitteln dieser Gruppe finanziert – ein deutlicher Hinweis auf die Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit des berechtigten Anliegens.

Podiumsteilnehmer_Web

Mit diesem Spot und dem Flyer werden wir in den nächsten Wochen aktiv für das Anliegen werben, politische Entscheidungsträger informieren und uns mit Nachdruck für und mit allen Bürgerinnen und Bürgern für den „Erhalt des unversehrten Ruhegebietes Kalkkögel“ engagieren.