Archiv für den Monat: September 2014

Unausgegoren, lückenhaft und rechtswidrig

Initiative Pro Kalkkögel setzt weiterhin auf Aufklärung und lässt kein gutes Haar an den Finanzierungswünschen der verbliebenen Seilbahnbefürworter: „Malen nach Zahlen“

In der 3. Sitzung beschäftigte sich die Initiative Pro Kalkkögel mit den öffentlich diskutierten „Finanzierungswünschen“ für das ins Wanken gekommene Bauvorhaben einer Seilbahn über die Kalkkögel.

Fazit: „Die Wünsche im Umgang mit Steuergeld und Tourismuszwangsbeiträgen stehen im Widerspruch zu den verfassungsrechtlichen Vorgaben nach „sparsamer, wirtschaftlicher, zweckmäßiger und rechtmäßiger Verwendung von Steuergeld“. Diese gelten auch in Tirol!

Zwei finanzielle Aspekte sorgen bei der Initiative Pro Kalkkögel besonders für Unmut: Der hohe Anteil an Steuern und Abgaben und der daraus offen angesprochene Verdrängungswettbewerb auf Kosten der umliegenden Sommer- und Wintertourismusgebiete. Diese Gebiete dienen  den Menschen rund um Innsbruck als beliebte,  noch leistbare Naherholungsräume.

Tiroler Landtag darf sich nicht erpressen lassen.

Es kann nicht im Landesinteresse gelegen sein, ein Projekt zu unterstützen, das Gästeverlagerungsszenarien fördert (grischconsulta). Die verantwortlichen Landespolitiker sind aufgefordert, öffentliche Gelder für leistbare Naherholung in Innsbruck und den umliegenden Gemeinden effizient und qualitätsorientiert einzusetzen und sind gut beraten, diesen geplanten ruinösen Wettbewerb nicht mit öffentlichen Geldern zu unterstützen. Sich auch keinesfalls erpressen zu lassen, sondern damit zu befassen, wie die Arbeitsplätze in allen Branchen – nicht nur in der Monokultur Tourismus! – in den Gemeinden durch gezielte Förderung der jeweils vorhandenen speziellen Angebote gehalten werden können.

Für Gegenwart und Zukunft arbeiten.

Nachdem im Tiroler Landtag keine „breite Mehrheit“ zustande kommt, ist der Zeitpunkt gekommen, mit dem unversehrtem Ruhegebiet Kalkkögel als weltbekanntem Tiroler Naturjuwel verstärkt zu werben. Das ist Zukunft und eine Top-Chance, angesichts eines immer schwieriger werdenden Umfeldes, die zu nutzen ist. Das wünschen wir uns als Plattform in unserer persönlichen Verantwortung für die nächsten Generationen und schließen mit einem Auszug eines Zitates von Bischof Stecher: „Wir müssen mit der Natur Maß halten, sonst sägen wir den Ast ab, auf dem wir alle sitzen“.